Dieser Morgen ist kein gewöhnlicher Morgen;
der Führer der Gläubigen verlässt sein Haus.
Im Gezwitscher der Vögel sind zu hören Sorgen;
in die Moschee zu Kufa möchte er hinaus.

Es klingt, als wollten sie ihn überreden umzukehren,
sie umringen ihn und ihr Gezwitscher wird traurig,
sie können ihm den Zutritt zur Moschee nicht verwehren,
und Alis Lächeln ist nach Langem wieder so freudig.

„Wir haben doch den Menschen erschaffen und wissen, was ihm seine Seele einflüstert. Und Wir sind ihm näher als die Halsschlagader“ (Heiliger Qur’an 50:16). Dieser Vers besagt, dass Gott uns so nahe ist, dass er alles über uns weiß und dass wir uns über nichts Sorgen machen und uns nie alleine fühlen brauchen, weil wir nie alleine sind. Er ist immer bei uns. Bedeutet dies, dass wir automatisch auch ihm nahe sind?

Immer wieder ist zu hören oder zu lesen, dass Muslime ein Integrationshindernis darstellen. Oder Muslime wollen sich nicht in die Mehrheitsgesellschaft integrieren. Ja, gar können sich Muslime nicht integrieren, selbst wenn sie wollten, da sie Muslime sind. In einigen europäischen Staaten wollen einige Regierungschefs eine weitere Ladung Muslime aus dem Ausland um jeden Preis verhindert.

Den Terrorismus von ISIS und Co. gibt es nur, weil unser Prophet Muhammad (s.) in den sunnitischen Überlieferungswerken als Monster dargestellt wird. In Buchari und Muslim stehen etliche Lügen, die Gewalt und Terror im Namen des Islam rechtfertigen. Auf diesen alten Lügen über unseren Propheten (s.) basiert die kranke Ideologie der Wahhabiten, die junge Menschen zu Terroristen macht. Richtig?

Ist es vorstellbar, dass Muslime, die von sich selbst behaupten, Anhänger der Ahlulbayt (a.) zu sein, Trauerriten ausführen und gleichzeitig den Imam ihrer Zeit (a.) nicht erkennen und ignorieren? Ist es vorstellbar, dass diese Muslime nicht wissen, wer die Bewegung Imam Mahdis (a.) anführt, dass sie im Sinne des Feindes handeln, sich von ihm steuern lassen und dabei gar nicht bemerken, wie sie den wahrhaftigen Islam verlassen?

Der Vortrag von Scheich Hamza Sodagar auf der IT 2016  in Hamburg über die Bedeutung der Briefe Imam Chamene’is für die Muslime im Westen ist ohne Zweifel einer der klarsten und präzisesten Vorträge zum Thema überhaupt gewesen. Ich durfte den Vortrag live erleben und anschließend die Diskussion moderieren: Er hat mich fasziniert und energiegeladen. Ich hatte mir einen besonderen Vortrag erhofft, aber dieser Vortrag übertraf sogar meine hohen Erwartungen.

Bereits im antiken Griechenland bemühten sich die großen Denker der Zeit um die Frage nach der idealen Herrschaftsform. Platon pries die Philosophenherrschaft und wetteiferte für das absolute Machtmonopol der adligen Oberschicht. Nur der weise, weitsichtige Philosoph sei physisch wie geistig in der Lage die Gerechtigkeit in dem Idealstaat zu manifestieren. Die Gerechtigkeit stellt ihrerseits die höchste aller Tugenden dar; sie garantiert die Existenz der übrigen Kardinaltugenden Platons.

Sayyid Hassan Nasrullah sendete Imam Chamene’i vor knapp zwei Jahren, im Spätsommer 2014, einen sehr alten Ring zusammen mit einem Brief, wie am letzten Sonntag (24. April) die iranische Tageszeitung „Watan Emruz“ [1] (Heutige Heimat) berichtete. Der gravierte Aqiq-Stein gehörte mutmaßlich dem ersten der vier Botschafter [Sufara] Imam Mahdis (a.) in der kleinen Verborgenheit, Uthman ibn Said al-Amri, und wurde mit einer neuen Silberfassung Sayyid Nasrullah geschenkt, welcher ihn mit dem unten stehenden Brief an Imam Chamene’i weitergab.